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Kurkuma : von der Ayurveda-Medizin bis zur modernen Wissenschaft.


Kurkuma verdankt den Großteil seiner gesundheitsfördernden Wirkungen einem seiner wichtigsten Wirkstoffe, Kurkumin.

Kurkumin wirkt stark oxidationshemmend und bietet einen wirksamen Schutz vor den von freien Radikalen hervorgerufenen Zellschäden. Zudem wirkt Kurkumin auf vielfältige Weise gegen chronische Entzündungen.
Dank des enthaltenen Kurkumins entfaltet Kurkuma zahlreiche physiologische Wirkungen. Besonders interessant ist seine Verwendung im Hinblick auf die Milderung von Gelenkentzündungen und die Linderung von Entzündungen des Verdauungssystems.

Wir erzählen die Geschichte des Kurkuma, dieser Pflanze mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die seit Jahrtausenden verwendet wird… und längst noch nicht alle ihre Geheimnisses preisgegeben hat, denn sie sorgt zurzeit für Aufruhr unter den Forschern…


Die traditionelle Verwendung von Kurkuma seit Jahrtausenden.

Kurkuma ist einer der Hauptbestandteile von Curry, dieser in der indischen Küche allgegenwärtigen Gewürzmischung. Kurkuma wird auch seit langem in der traditionellen Medizin, insbesondere in der indischen Ayurveda-Medizin, ebenso wie in der traditionellen chinesischen, japanischen, thailändischen und indonesischen Medizin verwendet.
Kurkuma wird eine schützende und kräftigende Wirkung auf das gesamte Verdauungssystem zugeschrieben und gilt als Heilmittel gegen verschiedene Entzündungsbeschwerden. Es wird zur Behandlung einer ganzen Reihe von Unpässlichkeiten, einschließlich Magen-Darm-Problemen, Entzündungen, Kopfschmerzen, Infektionen und Erkältungen eingesetzt.
Diese Eigenschaften sind sozusagen allgemein anerkannt, so dass Kurkuma in der gesamten Welt vertrieben wird.

„Deine Nahrung sei deine Medizin und deine Medizin deine Nahrung!“ Hippokrates, 400 v. Chr.


Zur Geschichte von Kurkuma weltweit.

  Kurkuma ist eines der ältesten traditionellen Heilmittel. Seine wohltuenden Wirkungen für die Gesundheit wurden bereits vor 4000 Jahren in Indien beschrieben. Kurkuma ist einer der wichtigsten pflanzlichen Wirkstoffe in der althergebrachten Ayurveda-Medizin (Alt-Sanskrit für „Wissen vom Leben“).
Traditionellerweise wird es mit anderen mineralischen oder pflanzlichen Wirkstoffen wie boswellia serrata und Ingwer, und insbesondere schwarzem Pfeffer, verbunden. Die Volksweisheit ist der Wissenschaft voraus, denn in den Currymischungen der Inder wurden immer Pfeffer und Kurkuma miteinander verbunden.
Es wurde in diese Richtung geforscht und dabei wurde bestätigt, dass diese Traditionen sinnvoll sind, da das Piperin des schwarzen Pfeffers die Aufnahme des Kurkumins aus dem Kurkuma effektiv verstärkt.
Kurkuma taucht in einem assyrischen Herbarium, das etwa aus dem Jahr 600 v. Chr. stammt, auf. Es wird in der Abhandlung des griechischen Arztes Dioskurides „Über Heilmittel“ erwähnt. Marco Polo beschreibt Kurkuma im 18. Jahrhundert in seinen Aufzeichnungen über seine China-Reisen: „Es gibt eine pflanzliche Substanz, die die Eigenschaften sowie die Farbe von Safran aufweist, die aber dennoch nicht ganz Safran ist. Kurkuma wird hoch geschätzt, man findet es als Zutat in all ihren Gerichten und es wird teuer gehandelt.“

Die hohe Wertschätzung von Kurkuma wird durch seine Verwendung in zahlreichen Kulturen, die für das Gewürz jeweils eine Bezeichnung in ihrer eigenen Sprache haben, belegt: Birmanisch: fa nwin. Chinesisch: wong geung fun, yü chiu. Dänisch: gurkemeje. Niederländisch: geelwortel. Finnisch: keltajuuri. Französisch:curcuma, saffron des Indes. Deutsch: Gelbwurz, Kurkuma. Isländisch: turmerik. Italienisch:curcuma. Indische Sprachen: haldee, haridra, haldi, huldee, huldie.Indonesisch: kunjit, kunyit. Japanisch: ukon Malaiisch: kunjit. Norwegisch: gurkemeie, Polnisch: klacze kurkumy. Portugiesisch: açafrão-da-Índia. Russisch: zholty imbir. Spanisch: azafrán de la India, azafran arabe. Singhalesisch: kaha. Schwedisch: gurkmeja. Tamilisch: munjal. Thai: ka min. Vietnamesisch: bot nghe
 


Anerkennung durch die Kommission E und die WHO

Die Kommission E (vom deutschen Gesundheitsministerium eingesetzte Kommission zur Bewertung der Wirksamkeit von Präparaten auf pflanzlicher Basis) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigen die Wirksamkeit der Wurzelstöcke von Curcuma zur Behandlung von Dyspepsie, das heißt von Verdauungsstörungen wie Magenbeschwerden, Übelkeit, Appetitverlust oder Völlegefühl, sowie von Entzündungen des Verdauungssystems.
 
 
 
Die Wirkungen der Pflanze Kurkuma longa beruhen auf ihren Wirkstoffen, den Kurkuminen
Die Pflanzengruppe, zu der Kurcuma longa gehört, ist mit der Gruppe der Zingiberaceae, zu der Ingwer zählt, verwandt. Die Wurzel und der Wurzelstock (die unterirdischen Teile) von curcuma longa werden zu Pulver zerstoßen. Curcuma-Pulver ist einer der Hauptbestandteile von Curry, einer in der indischen Küche allgegenwärtigen Gewürzmischung.


In den Wurzelstöcken von Curcuma wurden Substanzen isoliert, die Curcumine genannt wurden. Es handelt sich um hochwirksame Antioxidantien, die einige traditionelle Heilanzeigen dieser Pflanze, insbesondere bei der Behandlung verschiedener Entzündungsbeschwerden, erklären könnten. Linderung von Arthrose-, Rheuma- oder Menstruationsbeschwerden, Behandlung verschiedener Entzündungen der Haut und des Verdauungssystems usw. …

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die internationale wissenschaftliche Forschung verstärkt für die Erforschung von Curcumin - dem Haupt-Wirkstoff von Curcuma - interessiert. Die untersuchten Curcumin-Konzentrationen sind viel höher als die in den Gewürzen im Lebensmittelbereich, deren Curcumin-Gehalt nicht bestimmt wird.

 
Die einwandfreie Verträglichkeit von Curcumin
Den verfügbaren Daten zufolge wirkt Curcumin auch in sehr hohen Dosen in keiner Weise toxisch und ruft beim Menschen keinerlei Nebenwirkungen hervor.Curcuma wurde jahrtausendelang, sogar in großen Mengen als Gewürz, verwendet, ohne dass unerwünschte Wirkungen auftraten.Die US-Gesundheitsbehörde FDA ordnet Curcuma als gesunde und ungefährliche Substanz, GRAS (General Recognition And Safety), ein.
 
Die geringe Bioverfügbarkeit von Curcumin wird durch Zugabe von Piperin (schwarzem Pfeffer) ausgeglichen
Curcumin alleine weist eine sehr geringe Bioverfügbarkeit auf. Es wurde kürzlich nachgewiesen, dass die Wirkstoffe des schwarzen Pfeffers (Piperin) eine effektive Aufnahme der Wirkstoffe des Curcumas (Curcumin und Curcuminoide) durch den Organismus ermöglichen. Piperin, der scharfe Bestandteil des Pfeffers, verbessert die Aufnahme der Curcuminoide.
 

Curcumin ist nicht patentiert
Die therapeutischen Anwendungen von Curcumin sind für große Pharmakonzerne, die Anträge auf Exklusiv-Patente eingereicht haben, von großem Interesse. Aufgrund seines natürlichen Ursprungs und seiner ausführlich dokumentierten traditionellen Verwendung wurden diese Anträge auf Exklusiv-Patente abgelehnt. So kann Curcumin weltweit frei vertrieben werden. Dies ist für aufgeklärte und gut unterrichtete Verbraucher von Vorteil.
 

Zukünftige Entwicklungen
Mit über 3000 wissenschaftlichen Artikeln, von denen die Mehrheit im Laufe der letzten Jahre veröffentlicht wurde, wird der Untersuchung der Wirkungen von Curcumin seitens der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft ein außerordentliches Interesse zuteil.
Bei zahlreichen Studien in vitro und an Tieren sowie bei einigen klinischen Vorstudien wurden vielfältige und kohärente Wirkungsweisen festgestellt. Dies hat gleich in mehreren Bereichen der Medizin für Aufruhr gesorgt: Rheumatologie, Gastroenterologie, Onkologie und Neurologie. Die zahlreichen schützenden Eigenschaften von Curcumin machen es zu einem äußert glaubwürdigen und außergewöhnlich viel versprechenden potenziellen Wirkstoff für alle diese Bereiche. Diese rational geweckten Hoffnungen gilt es nun mithilfe von derzeit laufenden oder zukünftig durchzuführenden klinischen Studien zu bestätigen.