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Nachfolgend ein aufschlussreicher Artikel über die Herkunft von pflanzlichem Glucosamin - einem Molekül, das wir in unserem Präparat Cartilamine Phyto verwenden. Demnächst werden wir auch Ergebnisse laufender Studien über pflanzliches Glucosamin veröffentlichen, da dieses Molekül unter Wissenschaftlern großes Interesse hervorruft.


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Stellungnahme über die substantielle Äquivalenz von Glucosamin-Hydrochlorid aus dem Pilz Aspergillus niger und Glucosamin-Hydrochlorid von Schalentieren.

Erstellt von der zuständigen britischen Behörde für neue Lebensmittelverfahren.
Food Standards Agency / Advisory Committee on Novel Foods and Processes (ACNFP). August 2004 
Ergebnis: Eintragung in die Europäischen Verordnung (EG) 258/97 über neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten
Quelle und komplette Akte: http://www.food.gov.uk /science/ouradvisors/novelfood/assess/simproc/hci
 
Einleitung
Die zuständige britische Behörde hat ein Ersuchen um Abgabe einer Stellungnahme bezüglich der Äquivalenz eines neuen Produkts - aus dem Pilz Aspergillus niger gewonnenes Glucosamin-HCI - mit einem vorhandenen Produkt, aus Schalentieren gewonnenes Glucosamin-HCI, erhalten.
In Übereinstimmung mit Artikel 3(4) der Europäischen Verordnung (EG) 258/97 gilt das Mitteilungsverfahren für „Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten, die nach den verfügbaren wissenschaftlichen Befundenoder aufgrund der Stellungnahme einer der zuständigen Stellen in einem der Mitgliedstaaten hinsichtlich
➢ihrer Zusammensetzung
➢ihres Nährwertes
➢ihres Stoffwechsels
➢ihres Verwendungszwecks
➢ihres Gehalts an unerwünschten Stoffenden bestehenden Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten im Wesentlichen gleichwertig sind.“
Zusammensetzung
Glucosamin ist ein natürlicher Aminozucker, der reichlich im Knorpel vorhanden ist und von dem angenommen wird, dass er an der Gesundheit der Gelenke beteiligt ist. Nach Hochtemperaturhydrolyse von Aspergillus niger in genetisch unveränderter Form wird Glucosamin-HCI nach dem gleichen Verfahren gewonnen wie Glucosamin-HCI von Schalentieren.In beiden Fällen ist das Produkt eine kristalline Verbindung hoher chemischer Reinheit (> 98 %).
Mithilfe von Infrarot-Absorptionsverfahren, Hochleistungsflüssigkeits-chromatographieverfahren (HPLC) und spezifischen Rotationsverfahren hat Cargill Acidulants nachgewiesen, dass aus Aspergillus niger gewonnenes Glucosamin-HCI chemisch gesehen mit dem Glucosamin-HCl aus Schalentieren identisch ist.
Der Ausschuss erkennt Folgendes an: Die chemische Zusammensetzung des aus Pilzen gewonnenen Glucosamins ist mit dem bestehenden Produkt gleichwertig.
Nährwert und Stoffwechsel
In Anbetracht der oben aufgeführten chemischen Analysen geht der Antragsteller davon aus, dass es zwischen der Bioaktivität des aus dem Pilz gewonnenen Glucosamin-HCI und der Bioaktivität des aus Schalentieren gewonnenen Glucosamin-HCI keine Unterschiede gibt.
Der Ausschuss erkennt Folgendes an: Der alternative Ursprung des Glucosamins hat keinerlei Auswirkung auf seinen Nährwert.

 


GLUCOSAMIN PFLANZLICHEN URSPRUNGS

 Verwendungszweck

Aus Aspergillus niger gewonnenes Glucosamin-HCI soll als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln[1] für besondere Ernährungszwecke (PARNUTS) [2] auf die gleiche Art und Weise verwendet werden wie das aus Schalentieren gewonnene Glucosamin-HCI, das zurzeit in der Europäischen Union vertrieben wird.Der Antragsteller hat darauf hingewiesen, dass, obwohl die empfohlene Tagesdosis von Glucosamin-HCI variiert, die meist empfohlene Dosis 1500 mg Glucosamin-HCI pro Tag beträgt.Das aus dem Pilz gewonnene Präparat werde mitdem gleichen Verwendungszweck und in den gleichen Dosen eingesetzt wie das bereits vorhandene Produkt.
Der Ausschuss erkennt Folgendes an: Der Verwendungszweck des aus Pilzen gewonnenen Glucosamins unterscheidet sich nicht von dem des bestehenden Produkts.
[1]Gemäß der Europäischen Richtlinie 2002/46/EG vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaatenüber Nahrungsergänzungsmittel. 
[2] Gemäß der Europäischen Richtlinie 89/398/EWG vom 3. Mai 1989 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaatenüber Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind.
Gehalt an unerwünschten Stoffen
Cargill Acidulants hat ein Qualitätskontrollsystem eingeführt und wendet bei der Produktion von Glucosamin-HCI aus Pilzen die hohen internationalen GMP-Standards (Good Manufacturing Practice) an. Zu den Kontrollen gehören auch Routineüberprüfungen, um bakterielle Verunreinigungen und Pilzbefall (bakterielle und Pilzsporen inbegriffen) auf jeden Fall auszuschießen.
Hinsichtlich der potenziellen Allergenizität des aus Pilzen gewonnenen Glucosamin-HCI hat der Antragsteller die Stellungnahme eines Experten vorgelegt, der versichert, dass dieses Produkt nicht als potenziell allergen angesehen werden könne.Der Antragsteller hat außerdem Befunde vorgelegt, in denen das Fehlen von Proteinen in seinen Produkten nachgewiesen wird.Da die üblichen Methoden zur Bestimmung niedriger Proteinpegel bei diesem Produkt wegen Interferenz mit der Aminogruppe des Glucosamins nicht angewandt werden können, kam eine alternativeSDS-PAGE-Methode zum Einsatz.Da mit dieser Methode niedermolekulare Proteine nicht identifiziert werden können, wurden zusätzliche Analysen dieses Produktesmit einem Gel mit höherem Auflösungsvermögen gefordert, mit dem auch Proteine mit einer molekularen Masse zwischen 5 und 20 kDa nachgewiesen werden können.In dieser Substanz konnten jedoch keine niedermolekularen Proteine und folglich auch keine potenziell allergene Verbindungen nachgewiesen werden.
Der fungielle Ursprung, Aspergillus niger, ist nicht pathogen und nicht giftig für den Menschen und wird derzeit zur Herstellung von Zitronensäure, Enzymen und einer ganzen Reihe weiterer Nahrungsmittelbestandteile verwendet. Obwohl einige Aspergillus-niger-Stämme Ochratoxin-A enthalten können, hat der Antragsteller erklärt, dass dieses Mykotoxin nicht im Produktionsstamm gefunden wurde.Dieses Mykotoxin konnte auch nichtin einer Probe von aus Pilzen gewonnenem Glucosamin in Höhe der Nachweisgrenze (LOD) derverwendeten Analysemethode nachgewiesen werden.Bei der Untersuchung auf Aflatoxinin aus Pilzen gewonnenem Glucosamin-HCI wurden vergleichbare Ergebnisse erzielt. Der Antragsteller verpflichtet sich, Routineüberprüfungen zum Nachweis des Fehlens von Ochratoxin-A gemäß den GMP-Standards durchzuführen. In dem aus Pilzen gewonnenem Glucosamin-HCI wurden keinerlei Pestizide in Höhe der Nachweisgrenze (LOD) der verwendeten Analysemethode gefunden.
Der Ausschuss erkennt Folgendes an: Das Produkt weist keinerlei mikrobiologische Kontamination auf und enthält keine nachweisbaren Protein- oder Mykotoxinpegel.
[…]
Schlussfolgerung
Der Ausschuss erkennt Folgendes an:Der von Cargill erbrachte Nachweis über die Äquivalenz des neuen Produkts - aus Aspergus niger gewonnenes Glucosamin-HCI - mit dem bestehenden Produkt - aus Schalentieren gewonnenes Glucosamin-HCI - deckt sich mit den Kriterien in Artikel 3(4) der Europäischen Verordnung (EG) 258/97 über neuartige Lebensmittel und neuartige Lebensmittelzutaten.Es wurde nachwiesen, dass das aus Aspergus niger gewonnene Glucosamin mit dem bestehenden Produkt chemischgesehen gleichwertig ist.Die neuen und die bestehenden Produkte werden zu den gleichen Zwecken verwendet.Im Vergleich zum bestehenden Produkt stellen das Produktionsverfahren und sein Ursprung kein Problem hinsichtlich des Vorkommens erwünschter Substanzen dar.
Folglich kann das neue Produkt - aus Aspergillus niger gewonnenes Glucosamin-HCI - als mit dem bestehenden Produkt - aus Schalentieren gewonnenes Glucosamin-HCI – substantiell gleichwertig angesehen werden.